First! Slow Down!

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First! Slow Down! Mens sana in corpore sano!

Heute möchte ich dir mal eine Geschichte erzählen. Eigentlich sind es zwei Geschichten – mit dem selben Hintergrund.

Was hat das ganze mit Kreativität zu tun?! Mens sana in corpore sano!* Achte mehr auf deinen Körper und deinen Kopf. Das Verhältnis soll ausgeglichen sein!

Heute gibts mal ein bisschen mehr zu lesen. Und vielleicht auch was für dich zum Nachdenken…

First! Slow Down!

Voriges Jahr im Frühjahr war Donnerstag ein Fenstertag und Freitag ist mir spontan im Terminkalender frei geworden. Donnerstag waren noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen und Samstag um 15 Uhr hatte ich erst wieder einen Termin. Also, was machen? Freitag früh ging es los. Total spontan und nur das notwendigste eingepackt. Matratze im Kofferraum und Schlafsack. Einfach weg! Ein einziges Ziel: „Die Füße ins Meer halten“.

Freitag früh ging es los. Gemütliche Autofahrt, Podcasts im Radio und ganz spontan an jeder Kreuzung entschieden ob es links, rechts oder gerade aus weiter gehen soll. Richtung Triest, das ist recht nahe. Dort angekommen stellte ich das Auto einfach ab und ging zum Wasser. Nein, zuerst noch die Turnschuhe aus und FlipFlop an 😉

Tagesziel war erreicht! Egal was jetzt noch passieren möge, es konnte nur mehr besser werden. Ich war total entspannt. Einfach so mal weg und nur Ruhe. Weder Mails noch Social Media. Einmal am Tag reinschauen reichte vollkommen. Weiter ging es der Küste entlang…

In Fiesa fand sich einen Campingplatz. Die Dame an der Kasse schaute nicht schlecht, als ich sagte, ich möchte gerne meine Auto hier für eine Nacht abstellen – möglichst nahe am Meer. “ Das kleine Auto? Hier stehen nur Wohnmobile und Größers…“ Das verlangte dann doch etwas Überzeugungsarbeit und wir konnten uns auf einen Preis einigen. Ich schaute sie an uns sagte: „Gut, wir sind im Geschäft, lass uns die Bürokratie erledigen und ich halte schon wieder meine Füße ins Wasser…“ Im Nachhinein war das sehr unhöflich von mir… Schon hatte ich was nachzudenken.

Sie schaute mich ganz erstaunt und zugleich entsetzt an und sagte mir doch sehr bestimmt ins Gesicht „First! Slow down!“ – Ein Satz der so viel Ruhe und Inhalt hatte, dass ich ganz verblüft war. Sie ging ganz, ganz, ganz, gemütlich voraus zu dem Autoabstellplatz, in einem Tempo, bei dem ich kurz mal zwischendurch gähnen musste. Als ich dann das Auto abstellte und am Meer saß, verstand ich das alles erst.

Ich war wohl doch nicht so entspannt. Sie hatte die Ruhe weg und ich glaubte entspannt zu sein. Von dieser Frau konnte ich noch viel lernen. Sie machte ihren Job, hatte alles unter Kontrolle und gab sich sogar noch ganz locker nebenbei mit den gestressten Touristen ab… Die nächsten 24 Stunden waren absolut genial. Ganz viel Zeit um Menschen und deren Verhalten zu beobachten.

Jedes mal, wenn ich glaubte etwas – jetzt – zu machen oder haben zu wollen, hörte ich den Satz in meinem Kopf. „First! Slow Down!“ Es war so unglaublich.

Entspannend, ruhig und vor allem, ich konnte so viel Kraft sammeln. Andere müssen wahrscheinlich 14 Tage in den Urlaub fahren, um einerseits so viel erleben zu können, und andererseits um sooooo unglaublich viel über sich selbst zu lernen. 24 Stunden waren vollkommen ausreichend, weil sie sehr gut und effektiv genutzt wurden…

Das hielt dann einige Zeit lang an. StepByStep… Eines nach dem Anderen! Mehr Konzentration und Fokus. Das gemeine daran ist, wenn es mal gut läuft, ist man dazu verleitet, immer mehr davon zu wollen. Immer mehr… Und schon fängt der Hamster neu zu laufen an…

LG und Danke an dieser Stelle an einen wunderbaren Menschen: Lola´s Gedankenwelt

Akkustisch verstanden und dennoch nicht kapiert?!

Tage, Wochen und Monate vergingen. Der Satz ging mir nie mehr aus dem Kopf und ich lernte sehr viel zu entschleunigen und auch zu optimieren. Etwas mehr Zeit für mich. Wie füllte ich diese Zeit? Mit noch mehr Input… Tja, das Hirn spielt uns Menschen immer wieder einen Streich. Immer mehr war möglich.

Ich machte weiter und gab noch mehr Gas! Ganz nach dem Spruch „Hast du alles unter Kontrolle, dann bist du zu langsam!“. Der volle Gegensatz zu „First! Slow down!“.

Zwei Dinge bekommst du in deinem Leben nie mehr zurück: Zeit und Gesundheit. Teile deine Zeit sinnvoll ein und achte auf deine Gesundheit!

Mitte Oktober fotografierte ich dann eine Veranstaltung. Samstag Abend ca. 21 Uhr und top motiviert. Ich fühlte mich super gut und voller Energie. Aus der Hocke fotografierte ich die Bühne, stand auf und es machte ein Geräusch mit anschließendem Schmerz in meinem Knie, dass ich dachte mein Bein fällt ab. Unglaubliche Schmerzen mit kurzem Regenfall um die Augen. Aus dem Krankenhaus zurückgekommen war klar – jetzt ist schluss! So kann das nicht weiter gehen.

Alles ging mir durch den Kopf. Termine, Aufträge, Unternehmungen, … Es war klar, die nächsten Tage / Wochen / Monate ging mal gar nichts. Mein Kopf spielte verrückt – was soll ich jetzt blos alles machen?! Genauer eigentlich – was kann ich jetzt nur mehr machen?

Ich saß auf meinem Bürosessel und in dem Moment schoß es mir wieder voll bewussst ein. „First! Slow down!“ Im Krankenhaus hab ich mir noch den Kopf über alles mögliche zerbrochen – jetz war es so klar! Nein! Jetzt mal tief durchatmen und den Moment leben! Jetzt ist der richtige Zeitpunkt! Nur jetzt!

Es war ja so klar! Alles ist für etwas gut! Es ist mein Leben! Nachdem ich nicht zuhörte, sagte es mir halt mein Körper. Diesmal allerdings so eindeutig, dass ich gar keine andere Wahl hatte. Damals war klar. Slow down! Hat super funktioniert. Ich habe es zwar akkustisch gut verstanden, dennoch konnte ich es in der Praxis nur bedingt bis mangelhaft anwenden und umsetzen.

Im Endeffekt waren es drei Monate, welche ich sitzend und liegend verbrachte. Nur kurze Strecken waren mit Krücken möglich. Nun war ich wirklich gezwungen etwas zu ändern. Drei Monate sind eine lange Zeit um über vieles nachzudenken. Es war auch eine Zeit um vieles aufzuarbeiten. So vieles war in irgendeiner Form irgendwo liegen geblieben. StepByStep!!!!!! Eines nach dem Anderen!

Vor allem habe ich an mir entdeckt, dass sich blöde und vor allem auch gefährliche Routinen und Gewohnheiten in meine Arbeit und vor allem auch in mein Leben eingeschlichen hatten.

Wenn eine Herausforderung auf dich zukommt, atme 3x tief durch. Wenn du glaubst es ist ein großes Problem, atme 10 mal tief durch!

Höchste Zeit einiges anzupassen und vor allem auch zu ändern!

Diese Gedanken und Erfahrungen wollte ich heute mit dir teilen. Vielen Dank!

First! Slow Down!
In diesem Sinne – bleib kreativ!

Mehr über Slowenien findest du unter https://www.markusflicker.com/category/reiseblog/

Titelbild erstellt mit Adobe Spark Post, die anderen sind voll professionell mit dem Handy gemacht worden… 😉

  • Mens sana in corpore sano ist eine lateinische Redewendung. Sie bedeutet „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. [Quelle: Wikipedia]

Photo by Frans Van Heerden from Pexels

markusflicker

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Mo Jan 28 , 2019
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